Radweg-Lückenschluss an der Grevener Straße

SPD Münster-Nord fordert Abhilfe durch Sofortmaßnahme

Eine für Radfahrer*innen wenig sichere Stelle und potentielle Gefahrenquelle. Die Grevener Straße in Höhe des Saturn. (Foto: SPD Münster-Nord)

Uppenberg. Einen wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz fordert die SPD-Fraktion: Auf der Grevener Straße im Abschnitt zwischen Melchersstraße und York-Ring soll kurzfristig der Straßenraum zugunsten des Radverkehrs anders aufgeteilt werden. Am vergangenen Donnerstag (7. Februar 2019) brachte die Fraktion der SPD im Planungsausschuss diese Forderung ein: Dort, wo bisher auf jeweils zwei Fahrspuren für beide Fahrtrichtungen der motorisierte Individualverkehr sich den Straßenraum mit Radfahrenden teilt, soll künftig eine Spur für die stadtauswärtige Fahrtrichtung wegfallen. Der freiwerdende Verkehrsraum soll genutzt werden, um für beide Fahrrichtungen einen Radweg anzulegen.

„Hierzu sind lediglich Veränderungen bei den Fahrbahnmarkierungen möglich, wie sie schon im weiter südlichen Abschnitt der Grevener Straße erfolgt sind“, erklären Georg Tyrell, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Münster Nord, und Ludger Steinmann, planungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, die Maßnahme.

Bereits 2015 wurde mit einem Baubeschluss zur Sanierung der Grevener Straße im Abschnitt zwischen Steinfurter Straße und York-Ring die Neugestaltung und Neuaufteilung der Verkehrsfläche mit großer Mehrheit gefasst. Die schnelle Umsetzung dieses Beschlusses hat die SPD zuletzt wieder bei den Haushaltsberatungen gefordert, fand aber kein Gehör bei Schwarz-Grün. Angesichts der aktuellen Diskussion um den Zustand der Radwege steht für die SPD-Vertreter fest: „Die Sicherheit aller am Straßenverkehr Teilnehmenden macht diesen Lückenschluss im Radwegenetz dringend erforderlich. Wir setzen auf eine politische Mehrheit für diese Sofort-Maßnahme!“

Busverkehr in Uppenberg

SPD Münster-Nord „bleibt am Ball“

Die Ratsfrauen Cornelia Jäger (l.) und Hedwig Liekefedt besichtigten mit Bezirksvertreter Thomas Schmidt (l.) und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzendem in Münster-Nord, Georg Tyrell, die Busspur im Wienburgpark. (Bild: SPD Münster-Nord)

Wienburg. „Die Umweltspur durch den Wienburgpark hat sich bewährt“, so lautet ein Teil der Bilanz des vor zwei Jahren umgesetzten Nahverkehrsplans durch die Stadtwerke. „Vom Erfolg dieser Maßnahme waren wir immer überzeugt“, freut sich Georg Tyrell, Planungspolitiker und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Münster-Nord.

Noch weit vor der Kommunalwahl 2014 war aus dem Ortsverein ein Konzept auf den Weg gebracht worden, welches die Nutzung der alten Gleistrasse als Umweltspur vorsah und das Gewerbegebiet an Nienkamp per Buslinie mit dem Zentrum Nord verbindet. Gleichzeitig konnte ein durchgehender und fahrplansicherer Bustakt von der Innenstadt, durchs Kreuzviertel, über die Grevener Str. bis nach Kinderhaus realisiert werden.

„Wir hoffen, dass die ehemalige Gleistrasse als Umweltspur erhalten bleibt und ausgebaut wird“, so Georg Tyrell weiter. So besteht die Möglichkeit im Einmündungsbereich der Umweltspur auf die Wienburgstraße die Haltestelle „Sportpark Wienburg“ einzurichten. So haben die Sportlerinnen und Sportler von Grün-Weiß Marathon künftig Gelegenheit mit dem Bus zum Training zu fahren.

Bislang nicht umgesetzt wurde die beschlossene Einrichtung der Haltstellen am Neutor stadtauswärts sowie eine zusätzliche Haltestelle an der Dreifaltigkeitskirche im Bereich der Feuerwache, die in stadtauswärtiger Richtung von der Linie 9 bedient werden kann. „Hier werden wir weiter am Ball bleiben“, so Tyrell.

Ehrungen beim Grünkohlessen der SPD Münster-Nord

Am vergangenen Donnerstag (17. Januar 2019) lud der SPD-Ortsverein Münster-Nord seine Mitglieder zum traditionellen Grünkohlessen in die Gaststätte Mutter Birken ein. Der Vorsitzende Georg Tyrell begrüßte den Chef der Ratsfraktion, Dr. Michael Jung, Europakandidatin Sarah Weiser und den frisch gewählten Juso-Vorsitzenden Niklas Gödde.

Umweltexperte Wilfried Denz gehört derSPD seit einer Dekade an.

Im Zentrum stand auch dieses Jahr die Ehrung langjähriger Mitglieder. Dabei wurden Wilfried Denz und Stefan Nortmann für ihre zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Denz ist seit Jahren besonders aktiv und neben seiner Tätigkeit als Beisitzer im Ortsverein auch sachkundiger Bürger im Umweltausschuss der Stadt.

Sichtlich bewegt waren die Teilnehmer, als Gabriele und Wilfried Borchert für ihre 40jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Beide waren früher im Ortsverein Süd aktiv, Wilfried Borchert als stellvertretender Vorsitzender, Gabriele als Bildungsobfrau. Aus Begeisterung von der Politik Willy Brandts seien beide in der SPD aktiv geworden, wussten beide zu berichten.

Zuvor hatte Michael Jung aus der aktuellen Ratsarbeit berichtet und die Genossinnen und Genossen auf die politischen Herausforderungen in Münster eingestimmt. Die SPD in Münster müsse sich geschlossen dafür stark machen, den akuten Wohnungsmangel gehaltvoll anzugehen, erkennen, dass die Radverkehrsstruktur ausgebaut werden müsse und man Verbesserungen am Nahverkehr brauche, auch um Umweltstandards und der erhöhten Verkehrsbelastung gerecht zu werden. Es brauche eine klare politische Wende für Münster, so Jung.

Das Gebiet des SPD-Ortsverein Münster-Nord umfasst die nördliche Innenstadt (Kreuzviertel, Neutor und Uppenberg).