Durchgangsverkehr umleiten

Wilhelmstraße: Verkehrsreduzierung auf der neuen Fahrradstraße

Klosterviertel. Die Wilhelmstraße zwischen Abzweig Einsteinstraße und Ring ist rund 550 Meter lang. In der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Mitte am 15. Januar 2019 wurde die Beschlussvorlage V/003/2019 behandelt. Sie sah vor, die Wilhelmstraße im genannten Bereich zu einer Fahrradstraße umzuwidmen.

Eine Fahrradstraße ist laut Wikipedia „eine für den Radverkehr vorgesehene Straße, genau betrachtet in der Regel deren Fahrbahn (nicht aber zum Beispiel Gehwege). Sie soll die Attraktivität des Radverkehrs steigern und Vorteile gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr schaffen.“ Eine solche Umwidmung der Wilhelmstraße schlug die Beschlussvorlage der Verwaltung vor.

In der Sitzung der Bezirksvertretung stellte Herr Grit Hecht vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung den Entwurf und eine von der Stadtverwaltung nicht favorisierte Reduktionsvariante (ohne Umbaumaßnahmen an den Einmündungen) vor. Maria Otte, 1. stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Fraktionsvorsitzende der SPD, sowie Bernd Mayweg (FDP) und Dr. Linus Tepe (CDU) bemängelten, der Vorschlag sei eine Einzelmaßnahme. Es fehle ein Gesamtkonzept.

Für die CDU-Fraktion beantragte deren Vorsitzender Karl-Heinz Hülsmann die Maßnahme in der Reduktionsvariante durchzuführen. Dies lehnte die Bezirksvertretung mit zwölf Nein-Stimmen (Bündnis 90/Die Grünen/GAL, SPD, Die Linke) bei sieben Ja-Stimmen (CDU, FDP) ab. Aber auch der Verwaltungsvorschlag fand keine Mehrheit, da die fünf SPD-Vertreter sich enthielten und nur die Grünen und der Linke Jonas Freienhofer (sieben Ja-Stimmen) dafür stimmten. Die sechs BV-Mitglieder der CDU und FDP-Vertreter Bernd Mayweg stimmten gegen die Umwidmung der Wilhelmstraße zu einer Fahrradstraße.

Der Durchgangsverkehr macht den Anwohnern und Radfahrern in der Wilhelmstraße mehr zu schaffen, als die vielen abgestellten PKW.

Die Wilhelmstraße ist in diesem Bereich eine Tempo-30-Zone. Laut Verwaltungsvorlage befahren gemäß Verkehrszählung vom Oktober 2017 in der Spitzenstunde zwischen 16 Uhr und 17 Uhr rund 200 Kraftfahrzeuge und 580 Radfahrer diesen Straßenabschnitt. Der Schwerverkehrsanteil läge bei rund einem Prozent. Die Bushaltestellen Röschweg und Peter-Wust-Straße in der Wilhelmstraße wurden schon aufgegeben. Die Busse umfahren das Wohnquartier nun auf der Einsteinstraße.

In seiner Stellungsnahme zur Verwaltungsvorlage begrüßte der ADFC Münsterland (Allgemeine Deutsche Fahrradclub), dass bei der Umwidmung der Wilhelmstraße in eine Fahrradstraße PKW-Parkplätze reduziert werden und drängte auf weitere
Maßnahmen, die den Durchgangsverkehr einschränken und Fahrradstraßen für den motorisierten Verkehr weniger attraktiv machen – für Radfahrende aber erhöhen. Das Mindeste wäre eine „Anlieger frei“-Regelung.

Zudem bemängelt der ADFC, dass eine Gesamtlösung, die am Neutor beginnen müsse und im Idealfall die gesamte Wilhelmstraße als Fahrradstraße ausweise, fehle. Auch die Verbindung zum Veloroutenkonzept der Stadt und der Bezug zur „potenziellen Fahrradstraße Hüfferstraße“ sollte gesehen werden. Sie sehen in der Planung ein Stückwerk, das „mit einer zukunftsorientierten Radverkehrsförderung“ wenig zu tun habe.

Inzwischen hat die Stadtverwaltung die Vorlage, die am 7. Februar im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen beschlossen werden sollte, zurückgezogen. Dies nimmt die Bürgerinitiative L(i)ebenswertes Uppenberg zum Anlass, um eine Anregung gemäß Paragraf 24 der NRW-Gemeindeordnung zu erarbeiten und nach der Diskussion mit der Anwohnerschaft an die Bezirksvertretung Mitte und den Rat der Stadt Münster zu geben. Kernpunkt des Vorschlags, der beim BI-Stammtisch am Dienstag, dem 12. März, ab 19 uhr mit allen Interessierten in der Zukunftswerkstatt (Schulstraße 45) vorgestellt und diskutiert werden wird, ist die Sperrung der Wilhelmstraße für den Durchgangsverkehr. Lediglich Fahrräder sollen die Wilhelmstraße in ihrer Gänze befahren können.

An der Kreuzung mit der Jahnstraße ist die Kinderhauser Straße für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Diese Maßnahme wäre für die Wilhelmstraße ideal. In Höhe der Einmündungen Försterstraße und Jessingstraße könnte sie für den PKW-Durchgangsverkehr gesperrt werden. Die Ausweisung als Fahradstraße wäre nicht mehr zwingend nötig und die Anwohner würden von der geringenen Belastung durch Durchgangsverkehr profitieren.

In Höhe der Försterstraße und Jessingstraße könnte nach dem Vorbild der Sperrung der Kinderhauser Straße an der Kreuzung mit der Jahnstraße die Wilhelmstraße gesperrt werden. Der Verkehr aus Richtung Innenstadt würde über die Försterstraße zur Einsteinstraße gelenkt werden. Für die „ausgesperrten“ PKW-Durchfahrer würde sich der Weg mit dem Auto in die Innenstadt lediglich um 450 Meter verlängern.

Wie die Aufgabe der Buslinien durch die Wilhelmstraße gezeigt hat, dürfte dies also auch für PKW-Fahrer kein Problem sein. Sowohl die Anwohner, die verschiedene Möglichkeiten hätten, die Wilhelmstraße mit dem PKW zu verlassen, als auch der durchfahrende Radverkehr würden von dieser Fahrradstraße profitieren. Ein Umbau der Kreuzungen wäre zudem unnötig. In einer Detailplanung könnte dann – ebenfalls kostengünstig – die Parkregelung neu gestaltet werden (zum Beispiel Schrägparken und Fahrradabstellplätze auf der Fahrbahn).

Ein Wochenmarkt für Uppenberg

Ankerpunkt für einen öffentlichen Treffpunkt

Uppenberg. Der Stadteil Uppenberg ist einer der drei am schnellsten wachsenden Stadtteile in Münster. Allerdings nur, was die Bevölkerungszahl angeht, denn an öffentlicher Infrastruktur ist seit Jahrzehnten nichts mehr hinzugekommen. Zwischen 2013 und 2017 wuchs im städtischen Bezirk Uppenberg die Bevölkerungszahl um über 400 Personen. Dieser Trend ist noch nicht abgeschlossen und wird durch die neuen Wohnungen auf dem ehemaligen TÜV-Gelände und dem York-Quartier (beides an der Steinfurter Straße / Ring) sowie viele kleine Lückenbebauungen sogar noch verstärkt. Die Verdichtung und auch die Versiegelung, übrigens Thema des BI-Stammtisches am 9. April (jeweils am zweiten Dienstag des Monats, jeweils um 19 Uhr in der Zukunftswerkstatt, Schulstraße 45), in Uppenberg nimmt immer zu.

Die Nahversorgung ist zwar gewährleistet, aber es gibt zum Beispiel nur wenige Angebote mit frischen Lebensmitteln – insbesondere aus der Region. Dies könnte durch einen Wochenmarkt, der auf dem öffentlichen Parkplatz an der Ecke Grevener Straße / Catharina-Müller-Straße angesiedelt werden könnte, schon verbessert werden. Dazu sollte die Grevener Straße zwischen Steinfurter Straße und Ring möglichst umgestaltet werden. Zwar benötigt der Wochenmarkt nicht mehr Platz als jetzt schon auf den Parkflächen vorhanden ist, doch sollte die Chance der Bautätigkeit auf der Grevener Straße, die Kanalisation muss erneuert werden, zur Umgestaltung in Richtung mehr Wohn- und Lebensqualität und damit moderner Urbanität genutzt werden.

Auf dem öffentlichen Parkplatz an der Ecke Grevener Straße / Catharina-Müller-Straße könnte ein Wochenmarkt angesiedelt werden. (Fotomontage: Werner Szybalski)

Die entstehende „Neue Mitte Uppenberg“ könnte der öffentliche Treffpunkt im Viertel sein. Er liegt zwar nicht zentral, ist aber vom Neutor, Klosterviertel, Unicampus, Koburg, Wienburg, Dichterviertel, Kreuzviertel und Schul- sowie Kinderhauser Straße gut erreichbar. Idealerweise könnten die beiden führenden Banken in Münster dort eine gemeinsame Selbstbedienungseinrichtung unter anderem mit Bargeldautomaten aufstellen. Durch Infokästen für Initiativen, Vereine, Kirchengemeinden oder Parteien sowie kostenfreie Sitzgelegenheiten und vielleicht einem Kleinkindspielplatz würde die „Neue Mitte Uppenberg“ attraktiv machen. Zusätzlich sollten die Reststoffcontainer vom Kanonierplatz an diesen Platz verlagert werden, dabei ab optisch gelungen aufgestellt werden.

„Mit Leib und Seele Lokalredakteur“

Klaus Baumeister liest bei der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel

Kreuzviertel. Aus seinem jüngst im Aschendorff-Verlag erschienen Buch „25 Jahre Münster – eine Bilanz“ las am Mittwochabend Autor Klaus Baumeister in der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel. Der Lokaljournalist hatte eine persönliche Bilanz seiner 25 Berufsjahre in der Münster-Redaktion der Westfälischen Nachrichten vorgelegt, aus der er mehrere Kapitel vortrug.

Klaus Baumeister bei der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel.

Zunächst interviewte aber Einlader Werner Szybalski seinen Kollegen. Dabei stand Baumeisters Verhältnis zu seiner Wahlheimat Münster und die Tätigkeit als lokalpolitischer Berichterstatter im Mittelpunkt. „Ich komme mit allen Akteuren in der Stadtgesellschaft klar“, unterstrich der in Hiltrup wohnende Journalist, dass er besonders an der Lebendigkeit in Münster interessiert ist: „Jede Bürgerinitiative, wie hier früher die Gegner der Verdichtung im Kreuzviertel, sorgt für den Stoff, von dem auch die Tageszeitung lebt. Das spannendste aktuelle Thema ist sicherlich die Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke von Sendenhorst nach Münster. Menschen, denen bald die Bahn durch die Gärten fährt und die bei Nutzung zudem höchstens einen Zeitvorteil von vielleicht drei Minuten durch die reaktivierte WLE haben, müssen sich mit Bewohnern von Sendenhorst verständigen, die dann bestimmt 15 Minuten schneller am Bahnhof in Münster sind. Der Ausgleich dieser Interessenskonflikte ist extrem spannend – nicht nur für Lokaljournalisten“, so Baumeister.

Das neuste Werk von Klaus Baumeister kostet 13,80 €.

Bei seinen Lesungen aus „25 Jahre Münster“ machte Baumeister deutlich: „Ich bin mit Leib und Seele Lokalredakteur“. Er warb insbesondere in der abschließenden Diskussion mit dem Publikum für mehr kommunales Geld für Kultur. Dies bezog er sowohl auf Schulbauten wie auf die vom Musikliebhaber offensichtlich sehnsüchtig erhofften Konzertsaal für Münster.

In seiner beruflichen Praxis sei ihm zudem klar geworden, dass die föderale Gestaltung Deutschlands nicht zwingend Probleme löse: „Ich habe den Eindruck, dass häufig der Disput zwischen Politikern der gleichen Partei zwischen Stadt, Land und Bund heftiger ist, als der Konflikt zwischen den unterschiedlichen Parteien der gleichen Ebene.“

LEG-Mieter*innen organisieren sich

Gelungener Auftakt bei der BI Uppenberg

In der Zukunftswerkstatt trafen sich auf Einladung der BI Uppenberg Mieter*innen von rechts und links der Grevener Straße, um eine LEG-Mieter*innen-Initiative ins Leben zu rufen.

Uppenberg. Fast alle Stühle in der Zukunftswerkstatt waren am Mittwochabend belegt. Mit so viel Zuspruch – besser gesagt LEG-Frust – hatten die Einlader Katharina Geuking und Werner Szybalski, beide wohnen bei der LEG auf der Grevener Straße zur Miete, nicht unbedingt gerechnet. Die LEG-Mieter*innen aus Uppenberg gründeten eine Initiative, die sich am 20. März erneut zum Plenum trifft. Zuvor wird eine fünfköpfige Gruppe die aufgezählten Ärgernisse mit dem größten Vermieter in Nordrhein-Westfalen und zweitgrößtem in Münster zusammenfassen und die Forderung nach Anerkennung eines Mieter*innenrates für die Uppenberger LEG-Wohnungen formulieren.

Aus allen Uppenberger LEG-Häuserkomplexen – von der Kinderhauser Straße in der Nähe des Schlosstheaters über alle Blöcke an der Grevener Straße bis zum Nienkamp und zur Salzmannstraße – waren Mieter*innen zum Gründungstreffen erschienen. Nachdem zahlreiche – nur für Menschen, die nicht Miete an die LEG zahlen – unglaubliche Geschichten zusammengetragen worden waren, kamen die Mieter*innen überein, sich als Initiative zusammenzuschließen und sich gegen die Unterlassungen, Zumutungen und (Nebenkostenabrechnungs-)Forderungen der Heuschrecke gemeinsam zu wehren.

Defekte Klingeln und offen stehende Haustüren – in Uppenberger LEG-Objekten fast überall Realität.

Die älteren Mieter wussten zu berichten, wie angenehm die ehemalige Wohnungsgesellschaft Münsterland, die gemeinsam mit inzwischen 170.000 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen vor etwas mehr als zehn Jahren an internationale Kapitalinvestoren verkauft wurde, im Vergleich zur LEG mit den Mieter*innen umging. Heute ist nach Aussagen eines LEG-Mitarbeiters Anfang Februar gegenüber Werner Szybalski dieser Angestellte allein für 1000 Wohnungen in Münster zuständig. Diese Aussage, so stellten einige Mieterinnen am Mittwochabend fest, steht im deutlichen Widerspruch zu vielen Nebenkostenabrechnungen. Selbst Hubwageneinsätze, so eine Mieterin, wurden für Reparaturen in der Nebenkostenabrechnung aufgeführt, obwohl von der LEG beauftragte Mitarbeiter aus dem Fenster auf das Dach geklettert war.

Diese und weitere Klagen wird die Lenkungsgruppe im kommenden Monat sammeln, um sie beim Plenum am 20. März vorzutragen. Danach wird sich die LEG-Mieter*inneninitiative aus Uppenberg an die LEG-Konzernzentrale wenden, um die Anerkennung des Mieter*innenrates in Uppenberg zu fordern. Zudem soll der Monat genutzt werden, um mit anderen LEG-Mieter*innen in Münster in Kontakt zu treten, um später Mitsprache der Mieter*innen möglichst in ganz Nordrhein-Westfalen zu fordern.

Klettern an der Koburg

KletterBar an der Koburg – Offene Fragen an den Investor


Auf dieser Fläche will die Firma KletterBar mit Unterstützung des Alpenvereins Münster eine große Kletterhalle errichten.

Koburg. Klettern ist noch immer Trendsport. Überall im Land entstehen Alpinzentren. Auch auf dem Gelände der DJK-Sportschule an der Grevener Straße möchte der inzwischen dort ebenfalls ansässige Deutsche Alpenverein (DAV), Sektion Münster, möglichst bald ein Kletterzentrum errichtet sehen. Christoph Jöst, Stellvertretender Vorsitzender des DAV Münster, erläuterte auf Einladung der BI Uppenberg am Dienstagabend in der Zukunftswerkstatt den Planungsstand.

Nachdem die eignen Planungen des Alpenvereins an der Koburg, die unter anderem die Teilnutzung der DJK-Sporthalle als Kletterhalle vorsahen, nicht realisierbar erschienen, suchte und fand der DAV mit dem Unternehmen „KletterBar“ einen Partner, der in Offenbach, Hannover und Kiel schon Anlagen dieser Art betreibt.

Während die Vereinsaktivitäten des DAV die Unterstützung fanden, sahen insbesondere Anwohner das Bauprojekt des Investors kritisch. Einerseits befürchten die Bewohner im Quartier an der Prins-Claus-Straße erheblichen Parksuchverkehr und auch Lärmbeeinträchtigung durch das Kletterzentrum und andererseits beklagen Viertelbewohner den Verlust des fast 100 Jahre alten Großspielrasenfeldes in Uppenberg.

Christoph Jöst, Stellvertretender Vorsitzender der Saktion Münster des Deutschen Alpenvereins, besuchte die BI Uppenberg, um über die KletterBar-Pläne zu berichten.

Christoph Jöst erwartet im Kletterzentrum bis zu 45.000 Besucher jährlich, also durchschnittlich ein dreistellige Nutzerzahl täglich. Bei 160 Kletterern im Alpenverein Münster dürften demnach auch viele Besucher aus dem Münsterland und darüber hinaus erwartet werden. Diese dürften in der Regel mit dem PKW anreisen.

Neben den vorhandenen 68 Stellplätzen an der DJK-Sportschule sieht der erste Entwurf zusätzliche 88 Parkplätze auf dem Sportgelände vor. Dazu sollen die Leichtathletik-Anlagen komplett verschwinden und aus dem Fußballplatz sollen zwei Kleinspielfelder gemacht werden. „Vielleicht sogar mit Kunstrasen“, wusste Christoph Jöst zu berichten.

In der Diskussion kamen Zweifel an Gastronomiefreiheit des Projektes auf. Auch, weil einer der KletterBar-Geschäftsführer vor der Gründung der ersten Betreibergesellschaft 2014 mit seiner Erfahrung im „Outdoor- und Gastronomiebetrieb“ warb. „Die Immissionfrage scheint deshalb völlig offen“, so eine Nachbarin der Koburg: „In den anderen KletterBar-Anlagen werden auch Firmenevents – natürlich mit Catering – angeboten.“

Projektzeichnung der jüngsten KletterBar in Kiel. (Foto: KletterBar / Facebook)

Auch die Frage nach dem Außenkletterbereich, im jüngsten Projekt der KletterBar-Betreiber in Kiel ist diese Fläche deutlich größer als im Innenbereich, konnte nicht zufriedenstellend geklärt werden. „Die Bauvoranfrage ist gestellt“, wusste Christoph Jöst, so dass die BI Uppenberg sich nun an die städtische Verwaltung wenden will, um Informationen zu bekommen.

Nach Plan soll die Aschenbahn und der Gehweg zugunsten von bis zu 88 Parkplätze verschwinden.

„Der Alpenverein genießt unsere Unterstützung, wenn es um Klettern im Verein geht. Eine kommerzielle Klettereinrichtung – gerade an dieser Stelle – ist aber sehr kritisch zu sehen. Sie wäre in einem Gewerbegebiet sicherlich sinnvoller“, fasste Werner Szybalski, Sprecher der BI Uppenberg zusammen. Energisch sprach er sich für den Erhalt der vorhandenen Sportflächen an der Koburg aus: „Schon zu viele Sportstätten sind in den vergangenen Jahren in Münster ersatzlos weggefallen. Leider scheint aber bei der Stadt wenig Interesse, öffentliche oder vereinsgebundene Sportanlagen für die Menschen dauerhaft zu sichern.“

Radweg-Lückenschluss an der Grevener Straße

SPD Münster-Nord fordert Abhilfe durch Sofortmaßnahme

Eine für Radfahrer*innen wenig sichere Stelle und potentielle Gefahrenquelle. Die Grevener Straße in Höhe des Saturn. (Foto: SPD Münster-Nord)

Uppenberg. Einen wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz fordert die SPD-Fraktion: Auf der Grevener Straße im Abschnitt zwischen Melchersstraße und York-Ring soll kurzfristig der Straßenraum zugunsten des Radverkehrs anders aufgeteilt werden. Am vergangenen Donnerstag (7. Februar 2019) brachte die Fraktion der SPD im Planungsausschuss diese Forderung ein: Dort, wo bisher auf jeweils zwei Fahrspuren für beide Fahrtrichtungen der motorisierte Individualverkehr sich den Straßenraum mit Radfahrenden teilt, soll künftig eine Spur für die stadtauswärtige Fahrtrichtung wegfallen. Der freiwerdende Verkehrsraum soll genutzt werden, um für beide Fahrrichtungen einen Radweg anzulegen.

„Hierzu sind lediglich Veränderungen bei den Fahrbahnmarkierungen möglich, wie sie schon im weiter südlichen Abschnitt der Grevener Straße erfolgt sind“, erklären Georg Tyrell, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Münster Nord, und Ludger Steinmann, planungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, die Maßnahme.

Bereits 2015 wurde mit einem Baubeschluss zur Sanierung der Grevener Straße im Abschnitt zwischen Steinfurter Straße und York-Ring die Neugestaltung und Neuaufteilung der Verkehrsfläche mit großer Mehrheit gefasst. Die schnelle Umsetzung dieses Beschlusses hat die SPD zuletzt wieder bei den Haushaltsberatungen gefordert, fand aber kein Gehör bei Schwarz-Grün. Angesichts der aktuellen Diskussion um den Zustand der Radwege steht für die SPD-Vertreter fest: „Die Sicherheit aller am Straßenverkehr Teilnehmenden macht diesen Lückenschluss im Radwegenetz dringend erforderlich. Wir setzen auf eine politische Mehrheit für diese Sofort-Maßnahme!“

Busverkehr in Uppenberg

SPD Münster-Nord „bleibt am Ball“

Die Ratsfrauen Cornelia Jäger (l.) und Hedwig Liekefedt besichtigten mit Bezirksvertreter Thomas Schmidt (l.) und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzendem in Münster-Nord, Georg Tyrell, die Busspur im Wienburgpark. (Bild: SPD Münster-Nord)

Wienburg. „Die Umweltspur durch den Wienburgpark hat sich bewährt“, so lautet ein Teil der Bilanz des vor zwei Jahren umgesetzten Nahverkehrsplans durch die Stadtwerke. „Vom Erfolg dieser Maßnahme waren wir immer überzeugt“, freut sich Georg Tyrell, Planungspolitiker und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Münster-Nord.

Noch weit vor der Kommunalwahl 2014 war aus dem Ortsverein ein Konzept auf den Weg gebracht worden, welches die Nutzung der alten Gleistrasse als Umweltspur vorsah und das Gewerbegebiet an Nienkamp per Buslinie mit dem Zentrum Nord verbindet. Gleichzeitig konnte ein durchgehender und fahrplansicherer Bustakt von der Innenstadt, durchs Kreuzviertel, über die Grevener Str. bis nach Kinderhaus realisiert werden.

„Wir hoffen, dass die ehemalige Gleistrasse als Umweltspur erhalten bleibt und ausgebaut wird“, so Georg Tyrell weiter. So besteht die Möglichkeit im Einmündungsbereich der Umweltspur auf die Wienburgstraße die Haltestelle „Sportpark Wienburg“ einzurichten. So haben die Sportlerinnen und Sportler von Grün-Weiß Marathon künftig Gelegenheit mit dem Bus zum Training zu fahren.

Bislang nicht umgesetzt wurde die beschlossene Einrichtung der Haltstellen am Neutor stadtauswärts sowie eine zusätzliche Haltestelle an der Dreifaltigkeitskirche im Bereich der Feuerwache, die in stadtauswärtiger Richtung von der Linie 9 bedient werden kann. „Hier werden wir weiter am Ball bleiben“, so Tyrell.

Kletterparadies in Uppenberg

Februar-Stammtisch beschäftigt sich mit Umgestaltungsplänen des Alpenvereins

Geplantes Alpincenter auf dem ehemaligen Gelände der DJK-Sportschule.

Der Februar-Stammtisch der Bürgerinitiative l(i)ebenswertes Uppenberg beschäftigt sich am kommenden Dienstag, 12. Februar, mit den Plänen der Sektion Münster des Deutschen Alpenvereins, die auf dem Gelände der ehemaligen DJK-Sportschule an der Koburg einen Kletterpark errichten will.

Um 19 Uhr wird in der Zukunftswerkstatt (Schulstraße 45) der Alpenverein seine Pläne und den aktuellen Umsetzungsstand vorstellen und mit der versammelten Uppenberger Nachbarschaft diskutieren. Bei den rundum zu begrüßenden Plänen des Alpenvereins gibt es insbesondere in der direkten Nachbarschaft aber auch Diskussionsbedarf, da viele Anwohner neben einem erhöhtem Verkehrsaufkommen insbesondere Lärmbelästigung befürchten. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Auf der Agenda des Stammtisches stehen zudem das Mehrgenerationenwohnen, die neue Initiative der BI, die derzeit im Stadtrat diskutierte Umgestaltung der Wilhelmstraße, die für den 20. Februar geplante LEG-Mieter*innen-Versammlung, die Winter-Überdachung des Freibades Koburg und der GO-Antrag der BI zur Sperrung der Grevener Straße zwischen Ring und Steinfurter für den motorisierten Individualverkehr.

Wettbüro an der Steinfurter Straße überfallen

(Polizei Münster) Zwei Unbekannte überfielen am vergangenen Freitagabend (18. Januar) gegen 22.45 Uhr ein Wettbüro an der Steinfurter Straße. Die Täter kamen mit Sturmhauben maskiert in das Ladenlokal und forderten unter Vorhalt einer Schusswaffe die Tageseinnahmen von einem Mitarbeiter. Mit den Worten „Pack die Kohle ein“ klopfte einer der Männer mit der Waffe auf den Tresen und hielt dem Angestellten eine Plastiktüte hin. Danach verlangten die beiden Täter auch noch Geld aus dem Tresor. Nachdem der Mitarbeiter auch dieser Forderung nachkam und Bargeld aushändigte, flüchteten die Männer aus dem Wettbüro in Richtung „Grevener Straße“.

Beide Täter sind etwa 20 bis 30 Jahre alt. Einer der Männer ist etwa zwei Meter groß und hat eine stabile Figur. Er trug eine schwarze Sturmhaube. Der Unbekannte war bekleidet mit einer schwarzen Winterjacke mit roten Applikationen am Ärmel und schwarzen Handschuhen. Er sprach Deutsch ohne Akzent.

Der zweite Täter ist etwa 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur. Er trug eine grüne Winterjacke und war ebenfalls mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert. Er hielt die Waffe in der Hand.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0251 275-0 entgegen.

Ehrungen beim Grünkohlessen der SPD Münster-Nord

Am vergangenen Donnerstag (17. Januar 2019) lud der SPD-Ortsverein Münster-Nord seine Mitglieder zum traditionellen Grünkohlessen in die Gaststätte Mutter Birken ein. Der Vorsitzende Georg Tyrell begrüßte den Chef der Ratsfraktion, Dr. Michael Jung, Europakandidatin Sarah Weiser und den frisch gewählten Juso-Vorsitzenden Niklas Gödde.

Umweltexperte Wilfried Denz gehört derSPD seit einer Dekade an.

Im Zentrum stand auch dieses Jahr die Ehrung langjähriger Mitglieder. Dabei wurden Wilfried Denz und Stefan Nortmann für ihre zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Denz ist seit Jahren besonders aktiv und neben seiner Tätigkeit als Beisitzer im Ortsverein auch sachkundiger Bürger im Umweltausschuss der Stadt.

Sichtlich bewegt waren die Teilnehmer, als Gabriele und Wilfried Borchert für ihre 40jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Beide waren früher im Ortsverein Süd aktiv, Wilfried Borchert als stellvertretender Vorsitzender, Gabriele als Bildungsobfrau. Aus Begeisterung von der Politik Willy Brandts seien beide in der SPD aktiv geworden, wussten beide zu berichten.

Zuvor hatte Michael Jung aus der aktuellen Ratsarbeit berichtet und die Genossinnen und Genossen auf die politischen Herausforderungen in Münster eingestimmt. Die SPD in Münster müsse sich geschlossen dafür stark machen, den akuten Wohnungsmangel gehaltvoll anzugehen, erkennen, dass die Radverkehrsstruktur ausgebaut werden müsse und man Verbesserungen am Nahverkehr brauche, auch um Umweltstandards und der erhöhten Verkehrsbelastung gerecht zu werden. Es brauche eine klare politische Wende für Münster, so Jung.

Das Gebiet des SPD-Ortsverein Münster-Nord umfasst die nördliche Innenstadt (Kreuzviertel, Neutor und Uppenberg).