„Mit Leib und Seele Lokalredakteur“

Klaus Baumeister liest bei der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel

Kreuzviertel. Aus seinem jüngst im Aschendorff-Verlag erschienen Buch „25 Jahre Münster – eine Bilanz“ las am Mittwochabend Autor Klaus Baumeister in der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel. Der Lokaljournalist hatte eine persönliche Bilanz seiner 25 Berufsjahre in der Münster-Redaktion der Westfälischen Nachrichten vorgelegt, aus der er mehrere Kapitel vortrug.

Klaus Baumeister bei der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel.

Zunächst interviewte aber Einlader Werner Szybalski seinen Kollegen. Dabei stand Baumeisters Verhältnis zu seiner Wahlheimat Münster und die Tätigkeit als lokalpolitischer Berichterstatter im Mittelpunkt. „Ich komme mit allen Akteuren in der Stadtgesellschaft klar“, unterstrich der in Hiltrup wohnende Journalist, dass er besonders an der Lebendigkeit in Münster interessiert ist: „Jede Bürgerinitiative, wie hier früher die Gegner der Verdichtung im Kreuzviertel, sorgt für den Stoff, von dem auch die Tageszeitung lebt. Das spannendste aktuelle Thema ist sicherlich die Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke von Sendenhorst nach Münster. Menschen, denen bald die Bahn durch die Gärten fährt und die bei Nutzung zudem höchstens einen Zeitvorteil von vielleicht drei Minuten durch die reaktivierte WLE haben, müssen sich mit Bewohnern von Sendenhorst verständigen, die dann bestimmt 15 Minuten schneller am Bahnhof in Münster sind. Der Ausgleich dieser Interessenskonflikte ist extrem spannend – nicht nur für Lokaljournalisten“, so Baumeister.

Das neuste Werk von Klaus Baumeister kostet 13,80 €.

Bei seinen Lesungen aus „25 Jahre Münster“ machte Baumeister deutlich: „Ich bin mit Leib und Seele Lokalredakteur“. Er warb insbesondere in der abschließenden Diskussion mit dem Publikum für mehr kommunales Geld für Kultur. Dies bezog er sowohl auf Schulbauten wie auf die vom Musikliebhaber offensichtlich sehnsüchtig erhofften Konzertsaal für Münster.

In seiner beruflichen Praxis sei ihm zudem klar geworden, dass die föderale Gestaltung Deutschlands nicht zwingend Probleme löse: „Ich habe den Eindruck, dass häufig der Disput zwischen Politikern der gleichen Partei zwischen Stadt, Land und Bund heftiger ist, als der Konflikt zwischen den unterschiedlichen Parteien der gleichen Ebene.“

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