LEG-Mieter*innen organisieren sich

Gelungener Auftakt bei der BI Uppenberg

In der Zukunftswerkstatt trafen sich auf Einladung der BI Uppenberg Mieter*innen von rechts und links der Grevener Straße, um eine LEG-Mieter*innen-Initiative ins Leben zu rufen.

Uppenberg. Fast alle Stühle in der Zukunftswerkstatt waren am Mittwochabend belegt. Mit so viel Zuspruch – besser gesagt LEG-Frust – hatten die Einlader Katharina Geuking und Werner Szybalski, beide wohnen bei der LEG auf der Grevener Straße zur Miete, nicht unbedingt gerechnet. Die LEG-Mieter*innen aus Uppenberg gründeten eine Initiative, die sich am 20. März erneut zum Plenum trifft. Zuvor wird eine fünfköpfige Gruppe die aufgezählten Ärgernisse mit dem größten Vermieter in Nordrhein-Westfalen und zweitgrößtem in Münster zusammenfassen und die Forderung nach Anerkennung eines Mieter*innenrates für die Uppenberger LEG-Wohnungen formulieren.

Aus allen Uppenberger LEG-Häuserkomplexen – von der Kinderhauser Straße in der Nähe des Schlosstheaters über alle Blöcke an der Grevener Straße bis zum Nienkamp und zur Salzmannstraße – waren Mieter*innen zum Gründungstreffen erschienen. Nachdem zahlreiche – nur für Menschen, die nicht Miete an die LEG zahlen – unglaubliche Geschichten zusammengetragen worden waren, kamen die Mieter*innen überein, sich als Initiative zusammenzuschließen und sich gegen die Unterlassungen, Zumutungen und (Nebenkostenabrechnungs-)Forderungen der Heuschrecke gemeinsam zu wehren.

Defekte Klingeln und offen stehende Haustüren – in Uppenberger LEG-Objekten fast überall Realität.

Die älteren Mieter wussten zu berichten, wie angenehm die ehemalige Wohnungsgesellschaft Münsterland, die gemeinsam mit inzwischen 170.000 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen vor etwas mehr als zehn Jahren an internationale Kapitalinvestoren verkauft wurde, im Vergleich zur LEG mit den Mieter*innen umging. Heute ist nach Aussagen eines LEG-Mitarbeiters Anfang Februar gegenüber Werner Szybalski dieser Angestellte allein für 1000 Wohnungen in Münster zuständig. Diese Aussage, so stellten einige Mieterinnen am Mittwochabend fest, steht im deutlichen Widerspruch zu vielen Nebenkostenabrechnungen. Selbst Hubwageneinsätze, so eine Mieterin, wurden für Reparaturen in der Nebenkostenabrechnung aufgeführt, obwohl von der LEG beauftragte Mitarbeiter aus dem Fenster auf das Dach geklettert war.

Diese und weitere Klagen wird die Lenkungsgruppe im kommenden Monat sammeln, um sie beim Plenum am 20. März vorzutragen. Danach wird sich die LEG-Mieter*inneninitiative aus Uppenberg an die LEG-Konzernzentrale wenden, um die Anerkennung des Mieter*innenrates in Uppenberg zu fordern. Zudem soll der Monat genutzt werden, um mit anderen LEG-Mieter*innen in Münster in Kontakt zu treten, um später Mitsprache der Mieter*innen möglichst in ganz Nordrhein-Westfalen zu fordern.

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